Tag 32: Und täglich grüßt das Murmeltier 

Ich liege wieder im Bett und bin immer noch ganz schön matsche. Aber immerhin fühle ich mich nicht mehr ganz so hundeelend wie gestern. Wisst Ihr, dass ich jetzt schon einen ganzen Monat hier jeden Tag schreibe? Wahnsinn wie die Zeit vergeht.

Ich empfinde Zeit so schon als so relativ, aber zu solchen Zeitpunkten wird es einem immer erst recht bewusst. Ich werde da immer eine Mischung aus philosophisch und panisch ;). Die philosophischen Gedanken zum Thema der Relativität der Zeit erspare ich Euch hier jetzt mal.

Warum panisch? Weil einem, je älter man wird, immer bewusster wird, dass man nur einen Bruchteil der Dinge tun können wird, die man sich eigentlich mal so dachte.

Das fängt beim Kleinen an, ich werde nicht alle meine coolen Ideen im kreativen Bereich verwirklichen können, weil ich gar nicht die Zeit und die Energie dafür habe. Ich muss entscheiden, welchen ich nachgehe.

Und es betrifft nunmal  auch große Themen. Ich bin jetzt in dem Alter, wo es mit dem Kinder kriegen langsam Zeit wird. Wenn ich noch welche möchte, muss das bald losgehen. Dabei war man gefühlt gerade erst selbst noch eins. Aber ich glaube, das geht sehr vielen Leuten in meinem Alter so. Ich wundere mich nicht mehr über die aktuelle Geburtenrate in meinem Freundeskreis und in Social Media bei meinen sonstigen Altersgenossen.

Ich spüre inzwischen auch viel Druck, wenn ich Tage „einfach so“ verstreichen lasse. Denn ich habe noch sehr viel vor in meinem Leben. Und jeder Tag, den ich „nichts“ dafür tue, fühlt sich an wie ein verschwendeter.

Mir geht gerade so vieles dazu durch den Kopf. Ich werde nun aber trotzdem schon zu einem Ende kommen, denn Infekt wegschlafen erscheint mir gerade auch sehr lohnenswert.

Außerdem müssen noch ein paar wunderbare Ideen durchdacht werden, die sich gerade wieder ganz vorsichtig zeigen ;).

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