Tag 21: Der innere Schweinehund lässt grüßen

Ich habe heute mal wieder festgestellt, dass mein innerer Schweinehund ein ganz schön dicker Kumpel ist!

Manchmal ist es schon fast aberwitzig, was der liebe Schweinehund so mit einem macht..

Ihr müsst wissen, ich habe eine ziemlich lädierte Halswirbelsäule. Das hab ich schon seit einem Unfall in meiner Kindheit und ich weiß auch schon lange, dass sich der Zustand in meinem Leben im Laufe der Zeit eher verschlechtert als verbessert. Ansich kein großes Thema. Es führt halt einfach zu häufigen Nacken- und auch Kopfschmerzen. Ist eben so, findet man sich mit ab.

Nun kann man die Ursachen hier nicht mehr groß heilen – ABER – man kann die Symptome etwas lindern.
Hier kommen nun die üblichen Dinge – Wärme, Entspannen, Verklebungen lösen.. und… BEWEGUNG! Von letzterem ist mein Schweinehund natürlich soooowas von gar nicht überzeugt! Viel zu anstrengend und da muss man sich ja für umziehen und überhaupt.

Naja, wenn wir ehrlich mit uns sind, sind 15 Minuten Bewegung gar nicht anstrengend, zumal man sie ja nicht mit Joggen verbringen muss, sondern bei Rückenschmerzen halt einfach eine Runde Yoga machen könnte. Muskeln dehnen ist hier eh am besten. Aber machen wir es deshalb dann? Neeeee, unserem Schweinehund fällt bestimmt noch eine andere Ausrede ein! Zu wenig Zeit, zu viel Stress, zu müde, zu unruhig, zu alt, zu dick, zu vollgefressen, zu unbeweglich, alles tut weh… Irgendwas findet sich immer! Das Witzige ist – wenn wir in diesem Moment mal kurz wirklich ehrlich mit uns sind (sieht sonst keiner!), sind es einfach Ausreden. Wir wollen nicht so wirklich. Ich weiß manchmal gar nicht so recht warum, ich tippe auf „Ich bin gerade einfach zu faul“!

Letzteres wäre die ehrlichere Variante und ich muss sagen, sich das einzugestehen, fühlt sich gar nicht so verkehrt an.

Ist es schlau, zu faul dafür zu sein? Nein, ganz bestimmt nicht. Aber es ist eben so. Manchmal nimmt einen das Leben auch einfach so mit, dass man mal faul sein möchte. Und wer sagt eigentlich, dass man das nicht auchmal einfach sein darf, muss das so negativ sein? Es wird einem einfach immer als negativ vermittelt, weil die Erwartungshaltung eine andere ist und wir alle die Jogger unsere Straßen lang laufen sehen. Da fühlt es sich besser an zu sagen „Ach, ich hab da halt einfach nicht die Zeit für“ als „Dafür bin ich gerade einfach zu faul“.

Anders sieht es für mich aus, wenn man wie ich gerade wirklich akut Schmerzen hat und etwas dafür tun könnte, dass es vielleicht ein bisschen weniger wird. Und das noch dazu mit wenig Aufwand. Da möchte ich meinen Schweinehund jetzt echt nicht mehr mit durchkommen lassen. Denn das ist doppelt dumm.

Daher.. Ich mache morgen eine Runde Yoga lieber Schweinehund, das hast du jetzt davon! Über den Sport können wir gerne nochmal reden, aber so arge Dauerschmerzen finde ich echt nicht so toll – da musst Du jetzt leider durch.

Kennt Ihr das Problem? Und seid Ihr auch so grandios gut darin, Euch dann auch noch selbst zu veräppeln?

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