Tag 5: Experiment – Do it different

Da ich heute so richtig hundemüde bin (fragt nicht wieso, ich bin unschuldig – natürlich!), gibt es heute einen kurzen und knackigen Beitrag. Es geht um ein kleines Experiment: gewohnte Dinge einfach mal „mit links“ zu machen.

Ich bin ja ein großer Freund von Experimenten und daher werde ich Euch hier auch immer mal wieder welche vorstellen.

Auf das heutige Experiment bin ich zuerst eher durch Zufall, beziehungsweise durch unglückliche Umstände gestoßen. Durch berufliche Beeinträchtigung hatte ich vor vielen Jahren so Probleme mit meinen Sehnen der rechten Hand, dass ich sie kaum noch benutzen konnte und anderthalb Jahre eine Schiene tragen musste.
Wenn die rechte Hand kaputt ist, fängt man natürlich an, zwangsweise die Dinge mit der linken zu machen. Anfangs dauert so alles dreimal so lange und man hat Mühe, sich beim Zähne putzen zum Beispiel die Zahnbürste nicht an den Gaumen zu rammen (der Ausspruch „Das mach‘ ich doch mit links“ kommt nicht von ungefähr). Aber Stück für Stückt stellt sich die Übung ein. Nach der ganzen Zeit war ich mit der linken Hand auch so geschickt, dass ich sogar halbwegs leserlich mit links schreiben konnte.

Nun kommen wir zum bewussten Experiment: Macht einfach mal einen Tag alles „mit links“

Hier ein paar Beispiele:

  • Putze Dir die Zähne mit links
  • Zieh Dich nur mit Hilfe der linken Hand um
  • Öffne jede Tür mit links
  • Esse mit der linken Hand
  • Schreibe mit links
  • Öffne Flaschen und ähnliches mit links
  • Halte das Telefon mit der anderen Hand wie sonst
  • Bediene die Maus am PC mit links

Das ganze ist nicht nur ein lustiges Experiment, sondern auch ein hervorragendes Gehirnjogging. Indem wir die Dinge zum einen mit der „falschen“ Hand tun und zum anderen insgesamt Sachen außerhalb der Gewohnheit tun, fordern  und fördern wir unser Gehirn sogar doppelt.
Durch das Benutzen der linken Hand entstehen neue Verbindungen zwischen der linken und rechten Gehirnhälfte, was erwiesenermaßen sehr nützlich ist (dazu ein andermal mehr). Zum Anderen reicht schon das „andere“, um unser Gehirn bewusst zu aktivieren. Um gewohnte Dinge zu tun, benötigen wir kaum Hirnaktivität. Ein Großteil unseres Alltags läuft deshalb automatisiert ab und es ist kaum Energie nötig, um all die täglichen Dinge auszuführen. Sobald wir nun aber auch nur kleine Details im Ablauf verändern, muss das Hirn in einen aktiven Zustand übergehen.
Aktivität = Lernen = Aufbau neuer Strukturen (klingt gut, oder?)

Probiert es mal aus und berichtet über Eure Erfahrungen!

Fallen Euch noch andere Dinge ein, die man einen Tag einfach mal „anders“ machen kann?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.