Tag 4: Sich selbst etwas Gutes tun

Heute beschäftige ich mich mit einem Thema, das mir nach wie vor in meinem Leben gar nicht mal so leicht fällt: Sich selbst etwas Gutes tun

genuss05Wie oft nehmt Ihr Euch bewusst Zeit für Euch und nutzt sie auch wirklich gut für Euch?
Ich muss zugeben, mir gelingt das nach wie vor viel zu selten, obwohl ich weiß, dass es sehr wichtig für mich ist um in Balance zu bleiben.

Als mein Leben ganz gut im Gleichgewicht war, hab‘ ich mir über dieses Thema nie näher Gedanken gemacht; einen Großteil der Zeit habe ich gearbeitet und meine Freizeit bestand nahezu komplett aus „Tu Dir Gutes“. Mir fällt jetzt spontan fast nichts ein, was diesem Motto nicht entsprochen hätte, außer vielleicht manchmal ein wenig zu viel Zeit am PC. Aber der Ausgleich mit „Offline-Hobbies“ und vielen Kursen und Sport war immer da.
Inzwischen funktioniert das leider nicht mehr automatisch und ich bin mir gar nicht so klar, wann sich das so gewendet hat. Ich habe nach wie vor Hobbies, die mir Spass machen, aber es fühlt sich in den letzten Jahren nie so an, als würde ich mal wirklich bewusst etwas für mich machen.

Etwas für mich tun – oder doch erst für Andere?

Ein kleines Beispiel ist mein Handarbeits-Hobby: ich stricke, häkle, nähe und das recht leidenschaftlich, daran habe ich auch Spass. Aber wisst Ihr, wann ich da zum letzten Mal etwas wirklich für mich gemacht habe? Ich glaube das ist schon fast ein Jahr her. Versteht mich nicht falsch, es gibt für mich fast nichts Schöneres als Leuten in meinem Umfeld damit eine Freude zu machen. Aber irgendwie schaffe ich es partout nicht, mir auch selbst mal wieder was zu fertigen. Dabei hab ich hier sogar einige Projekte in meinem Kopf, die mich schon glücklich stimmen wenn ich nur daran denke. Ich wollte schon immer mal eine tolle verrückte bunte Jeans-Tasche und eine Buchhülle für meinen Planer nähen oder ich möchte für mich selbst noch eine coole Mütze stricken, etc. pp.. Da sind mindestens 10 Dinge in meinem Kopf, die ich für mich selbst fertigen möchte. Die Ideen dafür werden eigentlich nur stetig mehr und trotzdem schaffe ich es nicht einmal, etwas davon umzusetzen. Lustigerweise liegt für die Hälfte der Sachen sogar das Material schon hier.

So geht es mir in vielen Bereichen; ich weiß eigentlich sehr gut, was mir wirklich gut tut und habe auch immer den Plan diese Dinge zu tun. Doch am Ende tue ich sie doch nicht, nur warum? Kennt jemand dieses Problem?


Nun wäre ich nicht ich, wenn ich jetzt nicht nach der Lösung suchen würde, anstatt mich noch stundenlang zu fragen wo das Problem herkommt.

Wenn so etwas nicht mehr automatisch funktioniert, fällt mir persönlich nur eine Art es wieder in mein Leben zu integrieren: Bewusstes Planen

Also stelle ich mir zwei Fragen: Mit welchen Dingen tue ich mir bewusst etwas Gutes? und Wann tue ich es?
Da es vielleicht für den ein oder anderen eine Inspiration sein könnte, teile ich mein persönliches Brainstorming hier mit Euch.

Womit tue ich mir ganz bewusst etwas Gutes?
  • etwas für MICH nähen/stricken/häkeln
  • mich in die Badewanne legen und untertauchen
  • Gitarre spielen
  • laut Musik hören
  • Schreiben
  • Bademantel-Tag (Wellness und Couching)
  • Yoga
  • Spaziergänge
  • Thermenbesuch
  • Meditation
  • Malen/Zeichnen ohne „Ziel“

Die Liste werde ich gegebenenfalls noch ein wenig ergänzen, wenn mir weitere Punkte einfallen.
Nun bleibt nur noch die große Frage:

Wann tue ich es?

Ich werde mir denke ich in meinem Planer vorerst jede Woche einen Zeitpunkt setzen, an dem ich mich nur um mich kümmere und mir etwas Gutes tue. Fest geplant, um nicht doch wieder etwas anderes nach vorne zu schieben.

Wie ist das bei Euch? Ist das „Sich selbst etwas Gutes tun“ für Euch auch ein Thema oder braucht ihr das gar nicht oder funktioniert das von selbst gut?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.