Tag 3: Kreative Löcher und „Mach das Beste draus“

Heute ist einer dieser Tage, wo ich mich auch einfach nur von früh bis spät mit dem Stuhl im Kreis drehen könnte und damit wäre das Maximum an Produktivität auch schon erreicht. Also warum nicht genau das zum Thema machen?

 

Manchmal gibt es diese Tage einfach – man ist müde, hat viel im Kopf oder auch einfach gar nichts, sitzt an seinem Arbeitsplatz und es geht einfach nichts. Ich muss zugeben, für mich ist das nach wie vor echt eine der schwierigsten Situationen im Arbeitsbereich. Ich gehe meine Arbeitstage immer mit einem festen Plan an, was ich an dem Tag erledigt haben möchte. Und dann sitze ich da und stelle fest, dass mir entweder einfach keine Ideen für meine kreativen Aufgaben kommen oder ich von vorne bis hinten nur Bockmist produziere. Oder noch besser: Ich sitze vor meinem PC, klicker mich den halben Tag durchs Netz und kann mich nicht einmal motivieren mit meiner Aufgabe anzufangen. Kurz und gut: es frustriert mich.

 

Nun ist es wie immer im Leben: Es geht um Entscheidungen

Ich treffe hier leider immer noch viel zu häufig die Fehlentscheidung, mich stur an meinen Plan zu klammern. Dann versuche ich den ganzen Tag doch das Ergebnis zu erreichen, was ich mir vorgenommen hatte. Dabei weiß ich ganz genau, dass das in 99% der Fälle immer schief geht und ich am Abend dann gar nichts geschafft habe.

Nun kommt mein schlaues Ich aus dem Hintergrund, was selbstverständlich die Lösung kennt:
Entscheide Dich doch einfach um und mach was Anderes – mach das Beste draus!

Im ersten Moment leicht gesagt, weil in meinem Kopf 500 „aber..“ aufploppen, die mir erzählen, dass dieser Job jetzt aber fertig werden muss und das Priorität hat und ich es mir doch vorgenommen habe etc.. Jedes Mal aufs Neue und ich bin immer noch extrem versucht, dieses Gedankengängen nachzugehen.
Es ist so unsinnig, sich immer so auf das zu versteifen was man sich vorgenommen hat. Manchmal ist es viel klüger, einfach die Situation neu zu beurteilen und danach zu entscheiden.

Wie geht nun dieses „Mach das Beste draus“?
  • Prüfe zuerst die Situation: Wie geht es Dir, bist Du müde, der Kopf zu voll, oder ist es einfach ein „schlechter Tag“?
  • Wenn Du mehr als 2 Stunden keinerlei Fortschritt erkennst – Versteife Dich nicht auf Deinen Plan, ändere ihn!
  • Überleg Dir, was Du jetzt stattdessen gut machen könntest
  • Such Dir einfache gut lösbare Aufgaben
  • Sei damit zufrieden

Der letzte Punkt ist oft der schwerste.. Hat man doch oft noch im Hinterkopf „Eigentlich hätte aber dieses und jenes heute erledigt werden müssen“. Dabei eignen sich solche Situationen hervorragend, um zum Beispiel stumpfsinnige Aufgaben aller Art zu erledigen, die einem im Alltag sonst nur Zeit rauben. In meinem Fall ist das zum Beispiel ganz häufig: Bilder bearbeiten.. Ich habe einen riesigen Fundus an Bildern, die ich für diverse Projekte dann bearbeiten muss. Dabei muss ich nicht groß denken, nur die richtigen Filter benutzen, sie zuschneiden, hier und da etwas feilen und fertig. Das Ganze ist reine handwerkliche Arbeit und dadurch die perfekte Tätigkeit für „lahme Tage“.

„Mach mal Pause“

Wer wie ich selbstständig ist, hat auch immer die Option, seinen Plan auch im größeren Sinne über den Haufen zu werfen. Man kann einfach etwas ganz anderes  tun oder sich auch einen Tag Auszeit nehmen. Manchmal ist auch das sinnvoller, als sich den ganzen Tag vor seinem PC im Kreis zu drehen und dann doch kein Ergebnis zu erzielen. Aber diese Entscheidung lohnt sich nur, wenn man dann auch wirklich loslassen kann. Sonst dreht man sich nur an anderer Stelle im Kreis.

Und nun, frei nach diesem Motto:
Ich bin heut dermaßen unkreativ, ich geh jetzt lieber den Haushalt schmeißen ;-).

 

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